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Tilman Küntzel

Phänomenologie / ästhetische Forschung

Oranienstr. 5, 10997 Berlin
Fax: 030 - 28040738
Ästhetik ist ein Mehrwert, der weiter keinen Zweck erfüllt.

Seit seinem Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Claus Böhmler und Ernst Mitzka widmet Tilman Küntzel sich Fragen der Rezeption ästhetischer Anordnungen insb. im Bezug auf das Zusammenwirken audiovisueller Wahrnehmung.
Küntzels grenzüberschreitendes und hedonistisch-experimentelles Betätigungsfeld im Zwischenbereich von Wissenschaft und Kunst reicht von graphischen Arbeiten zu multimedialen Objekten und Raumanimationen an spezifischen Orten, sowie Hörstücken und Videoarbeiten die international auf Festivals präsentiert werden.

1985-90 Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg

1985 – 1986 Studium der Systematischen Musikwissenschaft an der Universität Hamburg

1993 DAAD-Stipendium "Auf den Spuren von Harry Partch" bei Alan Kaprow am Visual Art Department der University of California in San Diego, Kalifornien, USA

2004 Initiator des Projekts „Stare über Berlin - Ästhetische Analogien des Vogelsangs“ mit Symposien, Ausstellungen und Konzertreihe. Gefördert durch den Hauptstadt Kulturfonds.

2006 World Cup 2006 - Radio Commentaries in Native Toungues -Synchronous Recordings.

2007 Gastdozentur an der Universität der Künste Berlin (UdK) Fakultät 01 Bildende Kunst (Klasse Klang)


"Pünktlich zur alljährlichen Ankunft der Starenschwärme am Himmel über Berlin eröffnete 2004 das von Tilman Küntzel iniziiert und kuratierte mehrtägiges Symposium unter dem Titel „Stare über Berlin“. Diese Veranstaltung fand unter Beteiligung von Künstlern, Ornithologen, Verhaltensforschern, Musikern und Musikwissenschaftlern statt, die sich jeweils von unterschiedlichen Standpunkten aus der Phänomenologie des Vogelgesangs annäherten, um der Frage, nach dessen Einfluss auf künstlerische und ästhetische Formen auf die Spur zu kommen. Das Symposium stand unter dem Motto KLANGKUNST TRIFFT BIO-MUSIKOLOGIE und gliederte sich in die unterschiedlichsten Themenbereiche: einführenden philosophischen Betrachtungen über die Formation der Starenschwärme folgten wissenschaftliche Referate zum Sozialverhalten dieser Spezies. Kommunikationswissenschaftler äusserten sich zur Lautäußerung und Stimmen-Imitations-Fähigkeit der Stare, Neurophysiologen untersuchten Hörmechanismen im Gehirn von Vögeln und Menschen. In der Veranstaltungsreihe ÄSTHETISCHE ANALOGIEN DES VOGELSANGS schliesslich, wurde an verschiedenen Spielorten in Berlin ein faszinierendes Programm von Klanginstallationen und Konzerten mit Bezug zum Vogelgesang präsentiert."
-> http://www.tkuentzel.de/_stare/index.html

Oliver Schneller am 3.10.2009.
Aus der Rede zur Eröffnung der audiovisuellen Installation « BLINDFOLDED » von Tilman Küntzel im Magdeburger Dom.